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	<title>Der Krö &#187; Deutschland</title>
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	<description>Gedanken zur Schlechtigkeit von Mensch und Welt</description>
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		<title>Eure Emotionen kotzen mich an – die Devolution des guten Deutschen</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Apr 2017 22:03:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich höre inzwischen WDR 4 im Radio. Da laufen Lieder aus Zeiten, wo ich noch nicht geboren war. Und Schlager. Oft solche aus derselben Zeit. Was „jüngere“ Sender einem da als Musik verkaufen wollen, ist aber auch wirklich nicht zu ertragen. Und damit meine ich ausnahmsweise mal nicht die holzblöden Ami-Importe, die mit drei Akkorden, Bum-Bum-Blödsinn und Texten daherkommen, als seien sie aus abgehörten Telefonaten Donald Trumps zusammengesetzt worden. Ich rede von der Flutwelle sogenannter Singer/Songwriter, die sich ihre Songs writen lassen und in Interviews gern zugeben, keine besonders tollen...<a class="read-more" href="http://blog.derkroe.de/?p=89">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich höre inzwischen WDR 4 im Radio. Da laufen Lieder aus Zeiten, wo ich noch nicht geboren war. Und Schlager. Oft solche aus derselben Zeit. Was „jüngere“ Sender einem da als Musik verkaufen wollen, ist aber auch wirklich nicht zu ertragen. Und damit meine ich ausnahmsweise mal nicht die holzblöden Ami-Importe, die mit drei Akkorden, Bum-Bum-Blödsinn und Texten daherkommen, als seien sie aus abgehörten Telefonaten Donald Trumps zusammengesetzt worden. Ich rede von der Flutwelle sogenannter Singer/Songwriter, die sich ihre Songs writen lassen und in Interviews gern zugeben, keine besonders tollen Sänger zu sein. Es gehe da um Emotionen, schwafelt der eine, der andere hätte gern öfter Liebeskummer, weil er dann die Emotionen besser in seine Songs einfließen lassen könne.</p>
<p>Pubertierendes Oral-Ejakulat von Typen über 30, die wahrscheinlich beim Wichsen um die vertane Chance auf Kinderglück losheulen. Und die Musik ist ja nur die Spitze des Eisbergs. Beim Fernsehen wird das Ganze nicht nur verbal, sondern auch optisch verwurstet. Deutsche TV-Produzenten haben wohl irgendwann in „TV Production for Dummies“ gelesen, dass der dumme Zuschauer den Wert einer Sendung nur anerkennen kann, wenn er mindestens zweimal geweint, sich geekelt, Hass empfunden hat und ein bisschen geil wurde. Und dann bring das mal bei einer Familienshow. Top Beispiel ist DSDS, das schon früh erkannte, dass Bloßstellung viel besser läuft als gute Sänger. Und wenn man die Recalls nach Dubai verlegt, laufen die Dummfotzen sogar freiwillig im Bikini durchs Bild – 50% der Arbeit der Realisatoren erledigt sich also von selbst. Das muss man vielleicht mal erklären: Bei solchen Produktionen sind immer Realisatoren mit Kamerateams unterwegs. Sie bereiten Heidis Stöcke vor bis die Heidi kommt und sagt, dass die Haare ab müssen. Sie sagen Tschastin, dem Singer/Songwriter, er könnte doch die Mandy mal in den Pool schubsen, obwohl die als nächste dran ist, Onkel Dieter ihre für eine 17-Jährige viel zu großen Hupen vor die schrumpligen Tränensäcke zu halten. Sie sagen Carmen, wann sie Rooobert mal rufen soll, drehen Vorstell-MAZen, die trendige Sportler zu tief traurigen Individuen machen (Katze ist vor 12 Jahren gestorben – R.I.P. Rocky! *KreuzzeichenfalschrumpluswinkenindenHimmel*) und sie machen Stimmung am Set.  Keiner will sehen, wie normale Leute sich normal verhalten. Das deprimiert uns. Die Fernseh-Viecher sollen aufgedreht sein, traurig sein, „für etwas brennen“ oder abgrundtief hassen.</p>
<p>Da hat sich ganz schön was geändert im Land der Beherrschten. Wir Dichter und Denker, wir akribischen Arbeiter, wir. Vor ein paar Jahren noch, als in Paris mal wieder die Banlieus brannten, sagte ein Kumpel zu mir, sowas könnte in Deutschland gar nicht passieren – der Deutsche mache seinem Unmut in der Kneipe Luft oder wählt beim nächsten mal „zur Strafe“ für die CDU die SPD. Oder wenn’s ganz hart wird sogar die Grünen. Was ist heute? Pegida-Aufmärsche, Massenproteste und was im Internet vor sich geht, mag man ja kaum mehr verfolgen. Was ist passiert, dass so viele Deutsche inzwischen emotionssüchtig sind? Warum muss man für den BVB so „brennen“, dass man die Gegenwart eines Schalkers körperlich nicht aushält? Warum trifft die Anwesenheit eines Syrers manch einen so, dass er ihn ermorden oder in den sicheren Tod nach Syrien zurück schicken will? Warum müssen alle bei Let’s Dance heulen, obwohl es so viel zu lachen gibt? Warum sagt die Frau in der Kochshow, dass sie ihr Gericht „für meinen Dad“ gemacht hat, der vor 40 Jahren gestorben ist? Und warum schickt der Juror die Alte mit der Nudelsuppe dann eine Runde weiter?</p>
<p>In der Welt war Deutschland, oder besser gesagt, waren die Deutschen für ihr Wesen schon immer gleichsam belächelt und geschätzt. Die sehr präzisen, exakten und etwas humorlosen Leutchen aus dem Wirtschaftswunderland, die den ganzen Tag Bier trinken und Probleme mit Lösungen bekämpfen. Habe neulich gelernt, dass eine Art chinesischer TÜV Produkte des heimischen Markts nach Deutschland zur Prüfung in ein Labor schickt. Wir sind berühmt dafür, wirklich sehr gut in dem zu sein, was wir tun. Aber trifft das zu? Heute findet man derlei zwar auch noch, aber eine Kernqualifikation ist das schon lang nicht mehr. Wann haben Sie, geschätzter Leser, zuletzt das Gefühl gehabt, dass ein Mensch, dem sie in der Ausübung einer professionellen Tätigkeit beigewohnt haben, einen „richtig guten Job“ gemacht hat? Es gibt diese Momente, nach meinem Gefühl allerdings oft bei Angelegenheiten, denen man im Allgemeinen nachsagt, dass dafür sogenannte Minderqualifizierte eingesetzt werden. Und im Vergleich dazu, wie oft haben Sie schon die letzten Asis in Anzügen kennengelernt, bei denen man sich bei jedem Wort, das den steinigen Pfad aus den vernebelten Windungen eines Gehirns mit der Kapazität eines nassen Weißbrots durch den dümmlich aufgesperrten Mund und über die von Essensresten und Selbstbräuner lieblich umspielten Lippen überwunden hat, in den eigenen Mund übergibt (und sich wünschte, es wäre der des Gegenübers)?</p>
<p>Sei es Max Spastinger oder Tim Arschko, ein Nazi, ein Linker oder Hooligan, sei es der Producer irgendeines RTL-Machwerks oder ein Facebook-Troll. Ein Prediger, ein Bergheimer auf der Autobahn, ne Attention-Whore, ein Hipster oder jeder auf Instagram: Eure Emotionen kotzen mich an. Euer Geheule, Gehate, eure Liebe. Eure spirituellen Erkenntnisse, eure Facebook-Sprüche, euer Patriotismus. Lebt einfach und sprecht mit Freunden über eure Gefühle. Die neue Jeans ist kein #lifechangingmoment. Esst eure Quinoa-Kotze mit Beeren bitte allein und ohne Filter für den #perfectsunday. Liebes Fernsehen, lass bitte mal jemanden gewinnen, weil der oder die einfach nur gut in dem ist, was er oder sie tut. Und lass den mit der toten Katze einfach Zweiter werden. Musiker, singt mal wieder über Spaß oder so. Irgendwas bei dem mein Auto nicht von selbst nach rechts auf den Alleebaum zu lenkt.</p>
<p>Nach diesen Worten ziehe ich mich nunmehr wieder in mich zurück, analysiere die Welt um mich herum und nehme mir ein weiteres mal vor, mal regelmäßiger zu schreiben. Gleich nachdem ich diesen Howard Carpendale Ohrwurm losgeworden bin. Ich versuche mich in den Gemütszustands meines Freundes Malle zu versetzen, der vor Jahren nach der gemeinsamen Entdeckung eines grausigen und Vielbeinigen Untiers durch unsere verwegene Heldengruppe auf die angstvoll vorgebrachte Frage, was das wohl sei, achselzuckend und mit absoluter Endgültigkeit feststellte: „Wird schon irgendwas sein“.</p>
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		<title>Der Phoenix mit dem Butterquast und die Napalmwespen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2014 15:52:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[derkroe]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich muss mir dringend abgewöhnen, beim zombiehaften, nächtlichen Zapping durch die TV-Einöde bei jenen Sendern das kontinuierliche Weiterschalten einzustellen, die sogenannte &#8220;Nachrichten&#8221; zum Hauptzweck ihrer Existenz berufen haben. Jeder weiß zwar, dass die Vorstellung, jemand wolle uns uneigennützig über die wirklich wichtigen Dinge in der Welt aufklären ohne dabei zu bestimmen, was eigentlich wirklich wichtig ist, schon fast nicht mehr als nur naiv zu bezeichnen ist, doch ergötzen wir uns doch gern oder zumindest recht geschlossen an der Schlachtplatte, die uns regelmäßig entgegen flimmert. Beim Studium der Tagesschau habe ich...<a class="read-more" href="http://blog.derkroe.de/?p=67">read more</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss mir dringend abgewöhnen, beim zombiehaften, nächtlichen Zapping durch die TV-Einöde bei jenen Sendern das kontinuierliche Weiterschalten einzustellen, die sogenannte &#8220;Nachrichten&#8221; zum Hauptzweck ihrer Existenz berufen haben. Jeder weiß zwar, dass die Vorstellung, jemand wolle uns uneigennützig über die wirklich wichtigen Dinge in der Welt aufklären ohne dabei zu bestimmen, was eigentlich wirklich wichtig ist, schon fast nicht mehr als nur naiv zu bezeichnen ist, doch ergötzen wir uns doch gern oder zumindest recht geschlossen an der Schlachtplatte, die uns regelmäßig entgegen flimmert.</p>
<p>Beim Studium der Tagesschau habe ich mich neulich gefragt, welche FSK-Einstufung Deutschlands einflussreichste Nachrichtensendung eigentlich hat. Gemessen an einem wirklich traumhaft miesen Actionfilm, der mich kürzlich auf Tele 5 amüsierte, weil darin sehr große Wespen, die in ihrer Animation in etwa so glaubhaft waren, wie die Tatsache, dass die magische Tür der &#8220;Mini Playback Show&#8221; den kleinen Herbert in zwei Sekunden vom bayrischen Dickerchen zu Michael Jackson verwandeln konnte, einigen Menschen sicher wegen deren schauerlicher, schauspielerischer Leistung nach dem Leben trachteten, und der vielleicht wegen seines verdummenden Potentials die Einstufung &#8220;FSK 16&#8243; erhalten hatte, müsste die Tagesschau eigentlich eine &#8220;FSK 18&#8243;-Einstufung bekommen. Zum einen &#8211; klar &#8211; hat die Tagesschau ja irgendwann aufgehört, respektvoll von den Leichenteilen in den Städten des mittleren Ostens abzuschwenken und hält jetzt voll drauf, aufs blutige Gedärm, zum anderen aber &#8211; und das erscheint mir viel schlimmer, dürfen darin Politiker ihr dämliches Geseiere ungestraft in die Wohnzimmer der Republik erbrechen. Apropos, erwähnte ich, dass die Riesenwespen auf Tele 5 brennendes Napalm spucken konnten? Nein? Nun ja, zurück zu den Politikern.</p>
<p>Betrachtet man mal die desolate Situation unseres Planeten, all die Metzeleien überall und deren Unwichtigkeit, weil demnächst eh einfach alle wegen des kaputten Planeten draufgehen, dann fragt man sich doch unwillkürlich, warum diese hochbezahlten Menschen auf all den Kaffeeklatschen, die &#8211; hoffentlich ironisch &#8211; in der Regel als &#8220;Gipfel&#8221; bezeichnet werden, überhaupt noch über die Rettung der Welt diskutieren. Freilich hat dort niemand vor, die Welt tatsächlich zu retten. Man versucht halt, das eigene Land, viel mehr aber sich selbst in einem möglichst guten Licht erscheinen zu lassen. Wer es schafft, die Interessen seiner Lobby in möglichst vielen Punkten und möglichst wenig offensichtlich durchzudrücken und damit ein paar Millionen scheffelt, hat den Gipfel gewonnen. Wer dann noch auf die Reihe bekommt, bei den Hipstern und gehenden  Brüsten von der Presse ein Auftreten vorzutäuschen, das zu geistigen Tiefflügen wie &#8220;Hardliner Müller fordert strengere Klimaziele für Südostasien&#8221; inspiriert, bekommt hinter den Kulissen sicher Sonderapplaus von den Kollegen.</p>
<p>Während der Welt größte Lügner also gemeinsam in einem Schloss mit einer Trutzmauer aus gerüsteten IQ-Weißbroten Käffchen trinken und Lobbyinteressen abgleichen, berichtet ein blondes, oder auch brünettes, vielleicht auch schwarzes Wesen &#8211; ach egal, irgendwas mit hervorspringenden Einstellungsgründen in der Bildmitte davon, wie &#8220;radikale und gewaltbereite Autonome den xy-Gipfel bedrohen&#8221;. Die Politiker selbst lächeln so etwas leicht weg, wohl wissend, dass ihre Weißbrot-Legion sämtliche &#8220;autonome&#8221; Demonstranten in wenigen Minuten festsetzen könnten &#8211; dann wäre aber auch die gern gesehene Ablenkung von dem, was eigentlich passiert, futsch. Dann doch lieber paar Leute Steine schmeißen lassen.</p>
<p>Warum mich das überhaupt aufregt? Ich bin ja beim besten Willen kein Menschenfreund, aber das Gehabe von Politikern überall auf der Welt, kocht mir die Galle über die Lippen. Irgendwie haben sich diese Menschen dorthin geschummelt. Irgendwie ist es geschehen, dass sie bestimmen dürfen, wie viel seines Arbeitslohns ein jeder wieder abzudrücken hat und dass alte Menschen nach lebenslanger Zahlung in die Rentenkasse heute nichts vom Eingezahlten zurück bekommen. Und diese Leute sind die widerlichsten Geldsäcke der Nation &#8211; wer wählt die? Wann immer so ein Sigmar Gabriel oder Kurt Beck vor die Kameras tritt um irgendeine Scheisse zu verkünden und dabei sichtlich fast vor Stolz platzt, seh ich im Kopf eine kleine Theaterbühne vor mir. Das Publikum sitzt auf Klappstühlen, die Par-Kannen an den Traversen fixieren einen Punkt auf der Bühne &#8211; direkt vor einem rasenden Pressemob, der sich im Orchestergraben gegenseitig zerfleischt. Im Licht liegt Kurt Gabriel, faselt vor sich hin und streicht mit einem dicken Quast zerlassene Butter übers nackte Gemächt und den Bauch. Er lächelt und sagt, dass alles gut werde. Wir müssten ihm nur vertrauen. Höflicher Applaus von den Rängen, Journalisten schreiben beim Nebenmann das Gesagte ab. Kurt Gabriel spricht von der Wirtschaft und dass wir die Exporte fördern müssten, woraufhin ein etwa 23-jähriger Lobbyvertreter ins Licht tritt und Kurt Gabriel unauffällig in den Arsch fickt. Etwas lauterer Applaus, Fotoapparate klicken frenetisch. Dann schalte ich Phoenix endlich aus und blicke ins Leere.</p>
<p>Woher kommt es, dass Wertigkeiten in der Gesellschaft so verschoben sind? Und sind sie überhaupt verschoben, oder ist das vielleicht der Normalzustand? Bilden wir uns die zivilisierte Welt, in der wir leben, vielleicht nur ein?</p>
<p>Früher, ganz früher, unterstellte man dem Menschen per se eine Gier nach Macht und Geld. Mittelalterlichen Despoten, Revolutionären, Diktatoren. Heute sind wir in einer überwiegend demokratisierten Welt angekommen. Wir verurteilen die schlimmen Auswüchse, die uns früher regierten &#8211; all die Sonnenkönige, Halbgötter und Führer. Wir nennen sie geisteskrank, gestört, nicht normal &#8211; Abszesse am ansonsten doch gesunden Gehirn der Menschheit. Heute, so sagen wir, würde doch ein Mann wie Hitler niemals an die Macht gelangen. Heute würde unsere moderne und liberale Gesellschaft doch niemals einem falschen König oder gottgleichen, geistlichen Führer folgen. Wir sind doch aufgeklärt, gebildet und haben politisches wie wissenschaftliches Verständnis!</p>
<p>Oder?</p>
<p>Laufen nicht weltweit Milliarden Menschen einem geistlichen Führer mit albernem Käppchen hinterher, der auf Basis eines zweitausend Jahre alten Abenteuerromans das Seelenheil verspricht? Haben nicht die Türken jüngst wieder jenen Mann an ihre Spitze gewählt, der gegen den Laizismus arbeitet und Todesstrafen wie die Unterdrückung von Frauen befürwortet? Und was haben sich die Italiener mit Silvio Moussol&#8230; pardon, Berlusconi gedacht, nachdem der schon angeklagt war und trotzdem zum Präsidenten gewählt wurde? Mit den Russen fang ich gar nicht erst an. Und wir? Wählen wir nicht alle vier Jahre dieselben Nasen in den Bundestag, die entweder für Steuererhöhung, Rentenstreichung und Diätenerhöhung (&#8220;christlicher&#8221; Ansatz) oder aber Lobbyarbeit, alles-Geld-in-den-Osten-schicken und Diätenerhöhung (&#8220;sozialer&#8221; Ansatz) stehen? Wer geht denn noch aus Überzeugung in die Politik? Und wer sollte die wählen? Wir wissen doch schon instinktiv, dass in der Politik Überzeugung ebenso wenig Platz hat wie Napalm speiende Wespen in der Tagesschau.  Wir bestimmen nicht mehr, wer im Land die Regeln macht. Die Regeln bestimmen sich selbst. Die zwei großen Parteien in Deutschland können bei den letzten Werten zur Wahlbeteiligung nur mit den Stimmen aus dem öffentlichen Dienst und ihren Lobbys eine Mehrheit im Bundestag erreichen. Und da dieser verschworene Haufen auch mit den Kumpels aus den Nachbarländern das Europaparlament bestückt, ist der Despotismus bald kaum mehr zu leugnen.</p>
<p>Gerade lief wieder Phoenix. Ein Herr Junker bepinselt sich mit einem Herrn Schulz gegenseitig. Triefende Quaste umschmeicheln alte Eier. Die Männer lächeln.<br />
Fernseher aus.</p>
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