Von Körperöffnungen, solchen, die als solche bezeichnet gehören und der Angst vor dem nackten Finger
In der Silvesternacht gab es eine Serie von sexuellen Übergriffen auf Frauen. In Stuttgart, vor allem aber am Kölner Hauptbahnhof haben Männer Passantinnen sexuell belästigt und bestohlen. Soweit die presseaffine Meldung. Was wirklich und nach übereinstimmenden Zeugenaussagen passiert ist, liest sich noch etwas anders: In Köln hat sich eine Meute von über 1000 Schwanzträgern zusammengerottet, hat gesoffen, randaliert und sich und andere mit Feuerwerk beschossen. Irgendwann kippte die Stimmung im Überschwang und der Mob baggerte passierende Frauen an. Nach heutigen Maßstäben zunächst normal, dann immer aggressiver. Die ersten Berührungen folgen, immer mehr schaukelt sich sie lüsterne Masse in orgiastische Sphären auf. Frauen werden gezwungen, durch ein Spalier zu gehen – gebildet von mehr als hundert Männern, die sie antatschen, ihnen Kleidungsstücke vom Leib reissen, ihnen Wertsachen stehlen und ihnen Finger in alle Körperöffnungen stopfen. Die Versuche, sich dagegen zu wehren, heizen die Schwanzhirne noch an. Die Polizei nimmt im Anschluss mehr als 60 Anzeigen auf. In der Situation selbst war sie überfordert. Konnte nicht ausreichend Präsenz zeigen. Konnte die Opfer nicht beschützen.
Die Presse zeigt sich bestürzt – und schützt die Täter. Im Vorbildland der Pressefreiheit werden Artikel gelöscht, die Informationen über die Herkunft, das Aussehen, selbst das Alter der Männer enthielten. Es wird in weiteren Berichten bestritten, dass sich die Gruppe organisiert verhalten haben könnte. Man zeigt ja nicht mit dem nackten Finger auf angezogene Leute.
Bullshit.
Die Polizei und die Opfer haben längst bekannt gegeben, dass es sich nahezu ausschließlich um nordafrikanische und arabische Männer gehandelt hat. Es ist bekannt geworden, dass es Bandenbildung im Vorfeld der Eskalation gab. Auch das sehr gleiche Alter der Täter wurde von Opfern angegeben. Schlimm ist, dass sich kaum ein Medium noch traut, die Fakten umfänglich zu nennen. Redakteur zu sein war selten schwieriger als jetzt. Jedes deiner Worte könnte dich in die Pegida/Neonazi-Ecke drängen. Die Masse liest eh nur die Wörter, die es erwartet oder erwarten möchte. Lieferst du nicht, wird das Medium gewechselt und du bist zumindest als die doofe Lügenpresse oder einfach langweilig aus dem Schneider. Ich will gar nicht wissen, wie groß der Click-Boost auf den Seiten des Kopp-Verlags seit Beginn der Flüchtlingskrise ist. Aber selbst EMMA und die ganzen anderen männerdiskriminierenden Sprachrohre schweigen. Da stimmt etwas nicht und fordert zukünftige Täter ja förmlich heraus. Was keine Konsequenz hat, das ist auch nicht richtig verboten.
Sehen wir uns die Täter mal an: halbstark, fremd hier, durch Fremdheit quasi automatisch zusammengeschweißt und – seien wir ehrlich – offenbar mangelhaft erzogen. In weiten Teilen Afrikas und den größten Teilen der arabischen Welt ist es eh nicht so verbreitet, eine Frau zu respektieren. Die eigenen Frauen werden viel zu oft noch unter Tuch versteckt und ihrer Rechte entledigt – das ist schon schlimm genug. Der Westen hat für Respektlosigkeit Frauen gegenüber andere Methoden. Hier bei uns entledigen sich Frauen selbst ihrer Respektierbarkeit. Zwischen 16-jährigen Mädchen im Sommer und den Mitarbeiterinnen auf einem Straßenstrich oder auf YouPorn ist für den Außenstehenden kaum mehr ein Unterschied festzustellen. Und solange die deutschen Gangsta-Rapper noch ausreichend Frauen finden, die zu „Arschfickersong“ und Co. Abgehen und im Video nackt tanzen, braucht man sich ja kaum wundern, dass Menschen, deren Respekt für Frauen ohnehin nicht mit der Muttermilch eingetrichtert wurde, Frauen hier bei uns als noch freieres Wild ansehen. Damit sind NICHT die Frauen am Kölner Hauptbahnhof gemeint – die Verderbnis ist weit vor dieser Silvesternacht passiert.
Dass sich eine solche Masse von Menschen derart regelfrei an einem öffentlichen Platz versammeln und derart heftig eskalieren darf, wäre natürlich Sache der Polizei. Aber entgegen meiner sonstigen Meinung über Polizisten muss ich dann hier mal Partei ergreifen. In meiner Kindheit hat ein einzelner Dorfsheriff noch ausgereicht, die kompletten Asi-Jugendlichen in Schach zu halten. Ein Mann jenseits der 50 flößte uns ausreichend Respekt ein, dem Herrn Wachmeister einen schönen Abend zu wünschen und was auch immer der Plan war, nicht in die Tat umzusetzen. Heute, so scheint es, müssen Polizisten im Verhältnis 2:1 und mit Rüstung auftreten, um den Ansatz einer Überlegenheit zu haben. Und das sind wir alle Schuld. Egal, was passiert, egal, wo sich Hooligans prügeln, wo Besoffene ausrasten, wo G7-, G8-, Gfickdichdoch-Gipfel von Steinewerfern attackiert werden – kaum etwas gelüstet Masse und Presse mehr, als auf der Polizei rumzuhacken. In vielen Fällen (s. Stuttgart21) völlig zurecht. Die höher gestellte Funktion der Polizei als Schutzorgan der öffentlichen Ordnung wird aber ähnlich systematisch zugrunde gerichtet wie die Promotion eines Herrn von und zu Guttenberg.
Hinzu kommt, dass der Hauptbahnhof in Köln zunächst einmal ein Nebenschauplatz war. Die öffentliche Dekadenz – oder vielleicht besser Degeneration – sorgt Jahr für Jahr für völliges Chaos in allen Städten Deutschlands. Illegale Böller sprengen jedes Jahr Gliedmaßen ab – meistens nicht von denen, die sie eingekauft haben. Es gibt immer Prügeleien, Besoffene, Vergewaltigungen.
Immer.
Mit einer vom Innenministerium beschnittenen Truppe eine ganze Stadt vor Unheil zu bewahren ist nicht möglich, das sollte einzusehen sein. Die verfügbaren Kräfte schnell genug zu bündeln, um an einem besonders heißen Brandherd zu löschen, ist sicher schwierig, wäre aber möglich gewesen. Da hätte die Kölner Polizei vielleicht – und das „vielleicht“ sei fett unterstrichen – besser reagieren können.
Nur was dann? Es gab ja Festnahmen in der Silvesternacht. Nur sind fast alle wieder frei und lachen sich ins Fäustchen. Straftäter haben in unserem Land wenige Konsequenzen zu befürchten. Und eben jene Art Menschen, wie sie sich der Verbrechen der Silvesternacht schuldig gemacht hat, hat am allerwenigsten zu befürchten. Ich meine damit aus Sicht der Justiz nicht den Hintergrund der fremden Herkunft, sondern das Alter. Die meisten Täter waren zwischen 18 und 26 Jahre alt. Was passiert ihnen denn, wenn sie tatsächlich vor Gericht kommen – sagen wir mal wegen der Anklage wegen Vergewaltigung? Selbst bei erdrückender Beweislage wird ein Anwalt (der den Angeklagten i.d.R. nichts kostet) wahrscheinlich noch auf „sexuelle Belästigung“ drücken können. Ein übermotivierter Gerichtspsychologe sorgt bei dieser Altersgruppe in 9 von 10 Fällen (kein Scheiss) dafür, dass nach Jugendstrafrecht verurteilt wird. Das sind dann noch ein paar Monate Jugendknast oder Sozialdienst. Und der Knast ist das beste, was passieren kann. Gemütliche Zellen, eigene Fernseher, reichlich Auslauf, Sportmöglichkeiten (bei mir in der Stadt ist der Fußballplatz der JVA der beste der ganzen Umgebung) und das Angebot, eine Ausbildung zu machen. Also schieben wir den Straftätern all das in den Arsch, was sie „draußen“ gar nicht hätten.
Wonach Kopp-Verlag, Bild und die anderen Spacken ja immer schreien ist die Ausweisung. „Abschiebung“, besser gesagt. Nur was soll das? Ein 20-Jähriger Algerier, der in Köln wohnt und da am Bahnhof Frauen angrapscht, ist mit Sicherheit kein First-Gen-Immi. Wahrscheinlich hat er seit seiner Geburt einen deutschen Pass. Und selbst wenn nicht, wenn er tatsächlich noch einer der bösen Ausländer ist, wer hat denn was davon, wenn er wieder nach Algerien zurück geht? Wahrscheinlich eine der radikalen Gruppen da unten und später ein Sprengstoffgürtel, der in der Berliner Innenstadt ungern allein gewesen wäre. Das Strafsystem muss wieder ein Abschreckungspotetial bekommen. Al Capone, einer der einflussreichsten Verbrecher aller Zeit, hat sich mit massiver Bestechung einen Sessel und ein Radio in seine Zelle hinein besorgt. Heute gibt es sogar Gefängnisse in Deutschland, wo in den Gemeinschaftsräumen die Champions League im Pay-TV gezeigt wird.
Wir sollten uns weniger darüber aufregen, dass Flüchtlinge freien Eintritt ins Fußballstadion oder ins Hamburger Miniaturwunderland erhalten (was nichtsdestotrotz absoluter Bullshit ist), sondern darüber, dass unsere Sicherheitsorgane der Lächerlichkeit preisgegeben werden. Die Polizei muss einen Mob von 100 Leuten auch mit personalstärke 30 in Schach halten können und Straftäter müssen eine Konsequenz ihres Tuns lernen. Wer seiner Mutter früher fünf Mark aus dem Portmonnaie klaute, bekam ordentlich eine gepfeffert und machte das danach nie wieder. Nach heutigem Strafstandard würde man aufs Zimmer geschickt, bekäme eine PS4 mit 12 Spielen geschenkt, dürfte damit aber nur sechs Stunden am Tag spielen und nicht dann, wenn Mutti das Essen bringt. Aus derlei Konsequenzen lernt niemand Respekt. Weder den vor dem Gesetz, noch vor der Unantastbarkeit anderer. Wir, die Medien müssen der Polizei den Rücken stärken. Wir, das Volk müssen diejenigen ächten, die sich gegen unsere Regeln verhalten – gleich welcher Staatsangehörigkeit, welchen Geschlechts, welchen Alters und welcher Vorgeschichte. Jeder von uns hält sein Schicksal selbst in der Hand und wer ein Wichser ist, muss wie ein Wichser behandelt werden. Und zwar hier bei uns. Wer einmal hier aufgenommen wurde, hat sich den Regeln in diesem Staat zu beugen. Wer hier aufwächst und deutscher ist als die anderen hat das genauso zu tun. Wir, die Eltern, müssen unsere Kinder Respekt lehren. Respekt vor anderen Menschen, anderen Geschlechtern, anderen Kulturen. Respekt vor denen, die uns beschützen sollen und Respekt vor sich selbst.
Mein Respekt gilt all den Frauen, die in der Silvesternacht zu Opfern gemacht wurden. Mein Respekt gilt jedem, der diese Taten verurteilt und die Eier hat, darüber zu sprechen. Mein Respekt wird jedem gelten, der in solch einer Situation seine Stimme erhebt und handelt.
Von unseren Leitmedien bin ich einmal mehr zutiefst enttäuscht.