Der Krö

Faktencheck zum Facebook-Brandbrief

Posted by in Alltag, Deutschland, Klimawandel

Auf Facebook macht ein neuer „Brandbrief“ die Runde. Einer, der mit „Recht hat er“ und „dem ist nichts hinzuzufügen kommentiert wird. Doch. Da ist was hinzuzufügen. Eine Menge sogar. Der Faktencheck:  „Der Bundespräsident ermutigt Minderjährige die Schule zu schwänzen und gegen einen Klimawandel zu demonstrieren, von dem keiner weiß, ob es ihn überhaupt gibt. Die deutschen Medien liegen einer schwedischen Göre zu Füßen und können sich kaum noch einkriegen.” Von der eigenen Idiotie und Ignoranz sollte nicht auf das große Ganze geschlossen werden. Viele Menschen ignorieren den Klimawandel, was nicht…read more

„Wie sehr ist euer Arsch grad offen?“ – Ein garendes Bad in der Suggestivsuppe

Posted by in Alltag, Deutschland, Fernsehen, Sprache

Heute ist etwas Großartiges passiert. Sozusagen ein Kommunikations-Quantensprung. Ein fernes Blitzen einer strahlenden, verheißungsvollen, perfekten Welt fassbarer, ja wahrhaftiger Sprache. Diesen Hoffnungsschimmer verdanken wir nicht den Politikern, Autoren und Scheingebildeten. Nein – im Zentrum dieses Märchens steht ein Junge namens Paul. Doch ich greife vor. Um zu verstehen, welchem häßlichen Untier aus den Gossen dieser schönen Sprache sich Paul mit seinem Heldenmut entgegen geworfen hat, begeben wir uns in die Welt des Sports. Oder besser gesagt an dessen Rand. Buchstäblich. An den Spielfeldrand. Hier nämlich auf den heiligen Gründen zwischen…read more

Flammender Klischeeeifer, verlorene Ziele und moderne Unfairnis – eine Genderfrage

Posted by in Alltag

Ich hatte heute morgen aus unerfindlichen Gründen einen Ohrwurm des JBO Klassikers „Lieschen, Lieschen“. Über trötendem, bajuwarischem Musikbett heißt es da u.a.: „Lieschen, Lieschen, Lieschen komm ein bisschen, bisschen, bisschen auf den Rasen – da kannst du blasen“. Ein populäres Lied, eines das fast jeder schon einmal gehört hat. Und gleichzeitig ein Affront gegen Frauen. Oder? Die Geschlechterfrage verkompliziert sich seit einigen Jahren massiv. Wie auch in sehr vielen anderen Bereichen von Politik bis Flüchtlingssolidarität verschwinden die Grauzonen aus unserem Alltag. Radikales schwarz und weiß färbt das Meinungsbild, entweder für…read more

Von Marktschreiern, Angsthasen und falschen Propheten

Posted by in Alltag, Uncategorized

Unser Land wird überrannt. Wirklich wahr. Heerschaaren armutbringender Heuschrecken fallen zu Millionen in unsere Wohnsiedlungen ein – plündern, brandschatzen und hinterlassen nichts als Wehklagen und verkohlte Erde. Unsere Kinder kriegen keine Jobs mehr und unsere Arbeitslosen müssen hungern. Oder war es anders herum? Oh, und in spätestens drei Jahren müssen wir uns alle fünfmal am Tag mit dem Kompass in den Dreck werfen – das ist Fakt! Zumindest suggeriert das eine explorative Recherche im sozialen Netzwerk Facebook. Die dort wie auch anderswo anwesende Expertenrunde klärt Bedürftige schnell und umfassend über…read more

Der Phoenix mit dem Butterquast und die Napalmwespen

Posted by in Alltag

Ich muss mir dringend abgewöhnen, beim zombiehaften, nächtlichen Zapping durch die TV-Einöde bei jenen Sendern das kontinuierliche Weiterschalten einzustellen, die sogenannte “Nachrichten” zum Hauptzweck ihrer Existenz berufen haben. Jeder weiß zwar, dass die Vorstellung, jemand wolle uns uneigennützig über die wirklich wichtigen Dinge in der Welt aufklären ohne dabei zu bestimmen, was eigentlich wirklich wichtig ist, schon fast nicht mehr als nur naiv zu bezeichnen ist, doch ergötzen wir uns doch gern oder zumindest recht geschlossen an der Schlachtplatte, die uns regelmäßig entgegen flimmert. Beim Studium der Tagesschau habe ich…read more

Cläuschen und seine Freunde – Die GDL bedroht Deutschland

Posted by in Alltag

Es ist der 15. Oktober 2014. Ein Mittwoch. Wie der Name es schon andeutet befindet sich dieser sonnige Tag mitten in der Woche. Die meisten Menschen in Deutschland dürfen heute arbeiten gehen. Ja. Dürfen. Ich weiß, die meisten sagen eher “müssen”, aber wenn man sich die Arbeitsmärkte mal global betrachtet, halte ich einen Ort, den man regelmäßig besuchen kann und für Tätigkeiten, die man sich irgendwann mal ausgesucht hat, etwas Geld bekommt, durchaus auch für privilegiert. Damit meine ich natürlich nicht die Anzüge in Frankfurt, Hamburg oder Berlin, die zum…read more